5. VERGABE DES SUBSTITUTIONSMITTELS

Die Vergabe von Substitutionsmitteln in Arztpraxen ist streng geregelt. So schreibt die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) vor, dass die Vergabe nur durch vom Arzt „angewiesene oder beauftragte und (...) dafür ausgebildete“ Personen erfolgen darf. Bewährt haben sich klare Zuständigkeiten und feste Vergabezeiträume. In jedem Fall muss der Arzt die letzte Verantwortung dafür tragen, dass die Patienten die verordnete aktuelle Tagesdosis erhalten. Zudem muss auf die Sicherheit des Personals geachtet werden (z.B. bei der Wochenendvergabe).

Dosisänderungen dürfen nur vom Arzt vorgenommen werden, die orale Einnahme hat unter Sicht zu erfolgen und irreguläre Situationen (z.B. der Patient erscheint unter Einfluss von Drogen oder Alkohol) müssen erkannt werden.

Unerlässlich ist eine gute Zusammenarbeit mit den Apotheken. Die Verschreibung muss auf speziellen Betäubungsmittelrezepten erfolgen und der Bestand an Substitutionsmitteln in der Praxis dokumentiert werden. Für Arztpraxen, die viele Substitutionspatienten behandeln, gibt es Dokumentations- und Dosiersysteme.

Die Entscheidung für eine sogenannte „Take-Home-Verordnung“, bei der Patienten die Substitutionsmittel für mehrere Tage mitnehmen, ist unter Beachtung der BtMVV-Bestimmungen sorgfältig abzuwägen.

Letzte Aktualisierung: 22.09.2020