1. QUALIFIKATION FÜR SUCHTMEDIZINER

An Ärztinnen und Ärzte, die eine Substitutionsbehandlung durchführen, werden hohe Ansprüche gestellt. So müssen sie einen Fachkundekurs „Suchtmedizinische Grundversorgung“ absolviert haben. In diesem werden die Grundlagen aller wichtigen Abhängigkeitserkrankungen (auch Alkohol, Tabak, etc.) vermittelt. Hinzu kommen die spezifischen Aspekte der verschiedenen illegalen Drogen bis hin zur Pharmakologie möglicher Substitutionsmedikamente. Ein weiterer Fokus liegt auf der oft schwierigen Gesprächsführung mit suchtkranken Patienten.

Für Ärzte, die die fachlichen Voraussetzungen für die Durchführung einer Substitutionsbehandlung  nicht erfüllen, gibt es eine Konsiliarregelung, die (in begrenztem Umfang)  die Behandlung in Kooperation mit fachkundigen Kollegen erlaubt.

Heroinabhängige Patienten haben häufig Begleiterkrankungen (Komorbidität), weshalb für den behandelnden Arzt vertiefende Kenntnisse u.a. in Infektiologie, Psychiatrie und Pharmakologie erforderlich sind. Zudem muss in einer anspruchsvollen Arzt-Patienten-Beziehung das eigene Verhalten kritisch reflektiert werden.

Für Suchtmediziner stellt sich außerdem die Aufgabe, nichtärztliche Mitarbeiter entsprechend zu schulen. Auch die Ärzte selbst sind gehalten, sich kontinuierlich fort- und weiterzubilden. 

Letzte Aktualisierung: 18.09.2020