2. AUFNAHME DES PATIENTEN

Bei der Aufnahme eines Patienten muss im ersten Gespräch geklärt werden, ob die Indikation für eine Substitutionstherapie überhaupt gegeben ist. Es gibt eine Reihe von Kriterien, die zusammen mit einem Drogenscreening (z.B. Urinschnelltest) eine gesicherte Opiatabhängigkeit belegen. Zur Eingangsuntersuchung gehört eine sorgfältige (auch psychiatrische) Anamnese. Und es müssen körperliche Untersuchungen durchgeführt werden, weil bei Drogenabhängigen vielfältige Begleiterkrankungen auftreten können.

Sobald eine Opiatabhängigkeit nachgewiesen ist und alle Voraussetzungen für eine substitutionsgestützte Behandlung gegeben sind, sollte ein detaillierter Behandlungsvertrag abgeschlossen werden. Außerdem muss der Patient den Arzt schriftlich von der Schweigepflicht entbinden, wenn es etwa um den Informationsaustausch mit Kooperationspartnern (wie psychosoziale Berater) oder der Kassenärztlichen Vereinigung geht.

Im nächsten Schritt muss die Substitutionstherapie unter Angabe codierter Patientendaten der Bundesopiumstelle beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldet werden. Es folgt der Behandlungsplan, der auch begleitende Helfer bis hin zur psychosozialen Betreuung einbindet. Ebenso muss zu Behandlungsbeginn die Kostenübernahme geklärt werden.

Zum Diagnostisches Vorgehen vor Beginn eine Substituionsbehandlnung gibt es eine Checkliste von Dr. M Backmund1.

Letzte Aktualisierung: 22.09.2020

REFERENZEN:

1) Backmund M. (2008): Heroinabhängigkeit, Hepatitis C, HIV. In: ecomed MEDIZIN, Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm GmbH, S. 36